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Pater Martin Wolf mahnt zur Besinnung auf das christliche Fundament

Traditionelles Gänseessen der CDU-Petersberg mit nachdenklichem Impuls

Am vergangenen Dienstag fand in Almendorf das traditionelle Gänseessen des CDU-Gemeindeverbandes Petersberg statt. Zum Thema „Wie öffentlich und politisch dürfen Christen und Kirche sein?“ sprach Pater Martin Wolf vom Bonifatius Kloster Hünfeld im vollbesetzten Hotel Berghof.

Pater Martin Wolf ordnete zu Beginn seines Vortrages das Verhältnis von Staat und Kirche in Deutschland ein. Dabei hob er die Besonderheit der positiven Religionsfreiheit, das Recht sich zu einer Religion zu bekennen und seine religiöse Überzeugung zu leben zu dürfen, hervor. Das dies in der Welt nicht selbstverständlich ist, sei ihm in den letzten Jahren, vor allem durch die Arbeit und den Austausch mit Geflüchteten, noch einmal sehr deutlich bewusst geworden. Er ging dabei auch kritisch auf Diskussionen über die kirchliche Symbole in der Öffentlichkeit ein und konstatierte, dass es aus dem Grundgesetz heraus keinen Auftrag an die Politik gebe, die Religion aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

Er skizzierte zudem den Wandel der Wahrnehmung von Kirche in der Gesellschaft und welche Aufgaben ihr, auch von der Politik, zugedacht werden. So werde die Kirche allzu oft als reine Wertevermittlungsschule angesehen und dabei verkannt, dass das Kennen und Leben von Werten alleine noch keinen positiven Effekt hat. Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit oder Gastfreundschaft müssten auf ein im Menschen verankertes, dahinterliegendes Fundament zurückgreifen, damit sie zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung beitragen, so Pater Wolf. Die christliche Religion biete genau diese notwendige Basis, die aber erst durch die Glaubensvermittlung ausgebildet werde. Als Beleg dafür, führte er die Entwicklung der Demokratie in ihrer heutigen Form in Deutschland an.

Jedoch sieht Pater Wolf genau hierin eine große Herausforderung. Er stelle zunehmend fest, dass vor allem junge Menschen keinen Zugang mehr zur Religion und somit zum notwendigen Fundament, auch für die Demokratie, bekommen. Als Beispiel nannte er einen Besuch im Kindergarten, in dem er auf die Frage, wer schon einmal etwas von Gott erzählt bekommen habe, von den Kindern die Antwort bekam, dass sie von dem noch nichts gehört hätten. Daher forderte Pater Martin Wolf die Anwesenden auf, sich persönlich, aber auch als christliche Partei wieder aktiv zum Glauben und zur Kirche zu bekennen. Dies beginne mit Kleinigkeiten, etwa damit, dass aus dem Sankt Martinsumzug kein Lichterfest werden dürfe. Letztendlich hänge davon, so Pater Wolf, auch die weitere Entwicklung des demokratischen Systems ab.

Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Petersberg Hartwig Blum freute sich über das große Interesse und dankte Pater Martin Wolf für seinen Impuls. Beim anschließenden Essen blieb noch genügend Zeit zum Austausch und Nachdenken.


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